Freitag, 30. Oktober 2026

260619

Früher

Aber ich wäre nie das Licht, das für sie scheint, oder die Sonne auf ihrem Gesicht. Mehr so der Wind, der durch ihre Haare fährt, oder der Regen, der auf sie hinab tropft. Die Eisblumen an ihrem Fenster. Der Mond, der in der Nacht einen fahlen Glanz in ihr Zimmer wirft. Wäre ich der Mond, könnte ich über sie wachen, über ihr schweben, so wie ihre Anwesenheit über mir schwebt. Ich könnte eine Welle sein, die am Strand ihre Füße umspült. Der salzige Geruch des Meeres, der in der Luft liegt. Ihre stillen Momente. Ihr erster und letzter Gedanke des Tages. Vielleicht geht es nicht darum, was sie für mich ist. Sondern darum, was ich für sie sein will.

Jetzt

Nun bin ich Regen. Und dazu gezwungen, mich in Schweigen zu kleiden. Kann höchstens noch
ü b e r sie sprechen. Und uralte Texte ausgraben. Und alles daran tut weh.

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