Freitag, 23. Oktober 2026

breathe me

breathe me away
my dear, i'll ask for nothing more
'til only a breeze is left to adore
my body unholy, only essence to stay

breathe me away, breathe me away
let's find our home beyond the sky
want to forget the if and why
we're meant to embrace the decay

and together we will seethe
tangled, twisted, cosmic flood
please, i need this in my blood
breathe me away, breathe me away, breathe -

Mittwoch, 21. Oktober 2026

meadows for the wanting

something hell-forged, something godly
something like your summerdress
one look at you and i'm a mess
with thoughts inside my head so oddly

like acid and like alkaline
at the same time, never grey
your every wish i would obey
my molecules no longer mine

mine is only hunger, dear
want to consume the flowers
i am starving, hunting hours
innermost, not voiced, the fear

'cause in my mind it gets confusing
when i see you - dressed in june
afraid sunshine will be over soon
and autumn can not change a thing

Dienstag, 20. Oktober 2026

Okay?

Ich sitze in meiner Küche. Banne die Fragen auf eine Leinwand. (Is that your home? Can we go there? Would you take me? / Could we tell them? Ever? Are you still afraid? / Do you like to break things? Me, the rules; me, again? Are you now satisfied?) Alles verschwimmt. Wenn ich den Finger irgendwann in genau diese Wunde legen möchte, schreibe ich aus den Zeilen ein Gedicht. Aber. Es ist nur eine Frage, die mich wirklich beschäftigt. Ob sie nicht gnädig war, am Ende. Sonst hätte sie mich vor die eine Entscheidung gestellt: "Okay" sagen und nicht "Okay" meinen, daran dann kaputt gehen vs.: in den Zug steigen - in dem Wissen, dass es das letzte Mal sein wird. (Was mir wiederum eine weitere Entscheidung abverlangt hätte. Und seien wir doch mal ehrlich - so hätte ich mein "Okay" noch weniger glaubhaft über die Bühne bringen können. Wenn sie doch merkt, bevor ich es merke, dass ich - ja, und dann, ohne diese Maskerade, hätte ich es doch bloß in seine Einzelteile zerschlagen. Mit meinem dummen Verlangen. Nach mehr.)

Ich weiß. Ich weiß, ich saß da wieder mit ner Flasche Wein, aber scheiße, war das nicht besser so? Statt mit zitternden Fingern meine verdammte Teetasse zu umklammern, mit zitternden Fingern zum Telefon zu greifen. Und. Dann. Ende - statt mir schon auf der Treppe mit meinen eigenen Händen das Herz aus der Brust zu reißen; war das nicht besser so? Nur dieser eine Moment, in dem die Welt aufhörte, sich zu drehen - seitdem tut sie es nicht mehr vernünftig, ich weiß ich weiß ich weiß, aber ich werde vermutlich nicht an inneren Blutungen sterben, und das ist doch eigentlich ganz nice? Musste zwar Talos zu nem Gott machen, um dieser Stille zu entkommen, aber kann mir ja keiner erzählen, dass der Typ das nicht auch verdient hätte.

Jetzt blute ich Farbe, und Wörter - als hätte i c h das nicht verdient. Als hätte ich es nicht verdient, an genau diesem Ort und in genau diesem Augenblick zu sein. Würde sie bloß hinsehen, glaube ich, könnten wir endlich die selbe Person erkennen, in mir. Aber. Das tut sie nicht mehr. Also von was für einer Gnade spreche ich denn eigentlich. Gnädig: das wäre gewesen, mich gehen zu lassen. Und verdammt, es ist so so so falsch, dass wir überhaupt an diesen Punkt gelangt sind. Ist das Liebe gewesen, ja, der sagt man immerhin nach, dass sie blind macht - oder Ignoranz. Und - spielt das jetzt noch eine Rolle? Ich weiß es nicht mehr. 

Samstag, 17. Oktober 2026

teatime with tempest

there's you, hibiscus, and no no no
know i'm supposed to leave, but please don't make me go -

cause i'll bleed out from the inside
when i'm not with you, there's nowhere to hide

got only a teacup to try to defend
all while i wonder if i'm a means to an end

is that why you won't save me?
my dear, or don't you see?

the epitome of libertine
the one who won't come clean

Freitag, 16. Oktober 2026

shape (of) me

i melt away in honey-light
'cause you are there, you're in full bloom
the only flower in the room
and i resist with all my might

i try to look away instead
to the table, the mirror, your shoes and the sky
i ask myself the question: why?
i only kissed you inside of my head

my dear, you'll be the death of me
and dying is no art no more
make wax my whole exterior
if you're the chain, i won't break free

Donnerstag, 15. Oktober 2026

the tailoress of hearts x clandestine

I. the tailoress of hearts
lost my fire, never found friday
let me live inside this dream:
you send your love, my darling, my way
'til i'm breaking at the seam

then don't worry dear, you can just
stitch me up with sure instinct
as a thread i offer my trust
but it was over once i blinked

'cause thoughts are not a place to live
inside, that's a taboo
and yet again, i'd always give
my dreams, my love, to you

II. clandestine
they told me dreams are fleeting
but i would do it wide awake
until, my dear, we're meeting
in thoughts i then - forsake

'cause they become a twisted mess
no, you and i can't stay
my currency is valueless
when fever i obey

it's best to keep dreams clandestine
afraid of my own mind
i know, i know, you won't be mine
from now on, nights go blind

III. jetzt
das eine ist dem anderen irgendwie entsprungen, beides fliegt seit ende september schon hier rum, und nun gibt's zwei zum preis von einem. die wollten nicht miteinander. aber irgendwie sind sie das gleiche? die texte, meine ich. (neben kreuzreim jetzt übrigens auch freigeschaltet: der emily-dickinson-gedenk-gedankenstrich. (was ein wort.) hurra.) ich gehe jetzt. bevor ich noch auf die idee komme, hier etwas zu erklären. denn wo bliebe dann der spaß?