Der Post dümpelt schon ein paar Tage hier rum, eigentlich wollte ich den noch "zu Ende" schreiben - wie auch immer das ausgesehen hätte. Aber ich veröffentliche das jetzt so, damit ich mit dem nächsten Post anfangen kann, haha. Muss vorher nur vielleicht mal eine Runde auf meine Gefühle klarkommen. Sonst endet das in einem absoluten Chaos.
a glass half empty is more than i'll ever have
cause i've been fast asleep, standing still in a stampede. i'm breaking my back, but i'm still sinking like a stone
Mittwoch, 24. Juni 2026
Sommer/Loch im Kopf
Der Post dümpelt schon ein paar Tage hier rum, eigentlich wollte ich den noch "zu Ende" schreiben - wie auch immer das ausgesehen hätte. Aber ich veröffentliche das jetzt so, damit ich mit dem nächsten Post anfangen kann, haha. Muss vorher nur vielleicht mal eine Runde auf meine Gefühle klarkommen. Sonst endet das in einem absoluten Chaos.
Sonntag, 14. Juni 2026
BA970
cabin crew, take your seats for landing. ja, natürlich hätte, wäre, wenn, es auch anders kommen können. weiße zuckerwattewolken das gefängnis, statt dem türkis - wir hätten das meer sehen können, ganz in echt; zusammen, nicht nur ein bild, das über dem sofa hängt. aber es ist mühselig, darüber nachzudenken. und dann auch noch worte finden für etwas, das sowieso nie passiert wäre - du trägst deine haare doch am liebsten offen, ich weiß, und deine seele, was hättest du mit der gemacht? die müsstest du dann auch verkleiden, verstecken, alles, hinter einem hübsch aufgemalten lächeln, und wo bleibt da die verbindung. also lag statt der welt ich dir bloß zu füßen, und du hast beschlossen, das nicht synonym zu verstehen. weil liebe manchmal nicht genug ist oder du stilmittel einfach nicht kapierst, was weiß ich schon.
dass das ende immer gleich gewesen wäre, das weiß ich; die gitterstäbe sind nur zierde, beiwerk, am schluss brechen wir nicht an konventionen, sondern an der zeit selbst entzwei. jetzt, am ende, sind wir einfach nur gewöhnlich; vorbei, denn zeit passiert uns allen. spielt keine rolle, was wir nicht durften: das meer sehen, ganz in echt; zusammen, nicht nur ein bild, das über dem sofa hängt. spielt keine rolle, dass (es) inzwischen da nicht meer hängt - wollte ich schreiben, aber es bricht mir das herz. es bricht mir das herz, dass du der ort geworden bist, an den ich nicht länger gehen kann. ich sitze also im flugzeug, machtlos; diese distanz lässt sich nicht messen in kilometern. du bleibst. unerreichbar entfernt, für immer.
Samstag, 23. Mai 2026
it all wasn't right, take what you need and call it
Sonntag, 19. April 2026
stille / leftonarustedheapofhalos
warum wir einen krieg begonnen haben, ohne die geringste aussicht, ihn zu gewinnen? warum
i c h das getan habe? weil s i e es wert gewesen ist. vielleicht liegt darin die antwort. (und warum sie das getan hat. ob ich es wert gewesen bin. das muss ich nicht fragen. jetzt, wo sie nicht mehr da ist, antwortet nur noch stille. nur noch stille. lauter, als irgendetwas zuvor in meinem leben.)
Samstag, 18. April 2026
winter / icannotseeandthesilenceisraging
(bloß ein song. keine worte. zumindest nicht meine. die haben beschlossen, im winter zu erfrieren. und ich weiß nicht, ob jemals wieder frühling kommt. was mache ich bloß. ohne sie.)
Sonntag, 15. März 2026
Februar
Es ist schon (m)ein halbes Leben lang her. Und dann sehe ich (s)ein Gesicht auf nem Foto. Wer hätte denn ahnen können, dass es sich immer noch so anfühlt wie der erste Sonnenschein nach einem viel zu langen Winter. Und wer hätte ahnen können, dass ich immer noch denke.
(Wenn ich ihn in die Finger kriege, kratze ich ihm die Augen aus.)