a glass half empty is more than i'll ever have
cause i've been fast asleep, standing still in a stampede. i'm breaking my back, but i'm still sinking like a stone
Dienstag, 20. Oktober 2026
Okay?
Samstag, 17. Oktober 2026
teatime with tempest
there's you, hibiscus, and no no no
know i'm supposed to leave, but please don't make me go -
cause i'll bleed out from the inside
when i'm not with you, there's nowhere to hide
got only a teacup to try to defend
all while i wonder if i'm a means to an end
is that why you won't save me?
my dear, or don't you see?
the epitome of libertine
the one who won't come clean
Freitag, 16. Oktober 2026
shape (of) me
'cause you are there, you're in full bloom
the only flower in the room
and i resist with all my might
to the table, the mirror, your shoes and the sky
i ask myself the question: why?
i only kissed you inside of my head
and dying is no art no more
make wax my whole exterior
if you're the chain, i won't break free
Donnerstag, 15. Oktober 2026
the tailoress of hearts x clandestine
let me live inside this dream:
you send your love, my darling, my way
'til i'm breaking at the seam
stitch me up with sure instinct
as a thread i offer my trust
but it was over once i blinked
inside, that's a taboo
and yet again, i'd always give
my dreams, my love, to you
but i would do it wide awake
until, my dear, we're meeting
in thoughts i then - forsake
no, you and i can't stay
my currency is valueless
when fever i obey
afraid of my own mind
i know, i know, you won't be mine
from now on, nights go blind
das eine ist dem anderen irgendwie entsprungen, beides fliegt seit ende september schon hier rum, und nun gibt's zwei zum preis von einem. die wollten nicht miteinander. aber irgendwie sind sie das gleiche? die texte, meine ich. (neben kreuzreim jetzt übrigens auch freigeschaltet: der emily-dickinson-gedenk-gedankenstrich. (was ein wort.) hurra.) ich gehe jetzt. bevor ich noch auf die idee komme, hier etwas zu erklären. denn wo bliebe dann der spaß?
Dienstag, 13. Oktober 2026
don't stay here
David Mitchell - Der Wolkenatlas
Sonntag, 11. Oktober 2026
Für immer Herbst
Aus einem Herbst einer längst vergangenen Zeit
Ich werde mich immer an den Herbst erinnern. An Regen, an den sterbenden Garten, an den Moment in dem ich aus dem Haus trete und meine, es sei stockfinstere Nacht, dabei weiß ich genau, dass es nicht viel später sein kann als 18 Uhr. Weil das so funktioniert, oder nicht? Nur dass ich nicht funktioniere; nur dass ich auch sterbe - ihre Worte aus dem Sommer klingen in meinem Ohr, klingen wie Sommer, und ich laufe und laufe und laufe an den Bahngleisen entlang, bloß ist sie nicht dort dieses Mal, bloß verliere ich jegliche Hoffnung, ein wenig mehr mit jedem meiner Schritte. Ich kann nirgendwo mehr hin; ich kann nicht einfach vor ihrer Tür stehen. Oder kann ich? Aber wie würde das denn aussehen? Und außerdem - was sollte ich sagen? Außer Bitte schick mich nicht weg oder Ich will nicht mehr gehen müssen - im Grunde kaue ich noch immer, auch nach über einem Jahr, auf diesen Worten herum. Sie werden nie weicher, also schlucke ich sie als Ganzes, und wenn ich Blut husten muss, dann nur, weil sie mit ihren scharfen Kanten in mein Innerstes schneiden. Dann denke ich an die Worte, die s i e hat ungesagt lassen; ich bilde mir ein, dass sie existieren, aber ich hab mir auch eingebildet, dass ich das alles schon auf die Reihe kriegen werde, und vielleicht ist beides ein Irrglaube? Darf nicht denken an all die Momente, in denen ich mir eingebildet habe, dass sie beschließt zu schweigen, denn normalerweise ist das mein Part, denn normalerweise findet sie immer die Worte. Streng genommen gibt es nur vier Worte, die ich hören will aus ihrem Mund, weil ich dann die Augen nicht länger vor der Tatsache verschließen könnte, dass sie mich nicht liebt. Sie hat mir die Welt zu Füßen gelegt aber: sie liebt mich nicht, sie hat sich für mich entschieden aber: sie liebt mich nicht; sie liebt mich nicht, und vielleicht, vielleicht ist das in Ordnung. Vielleicht habe ich auch so mehr bekommen, als ich je zu träumen wagte.
Jetzt
Und wenn ich gewusst hätte, was ich "bekomme" und dass es stellenweise unterm Strich echt beschissen aussehen würde für mich - wäre das dann immer noch alles so in Ordnung. Hätte ich gewusst, dass sich Monate, wieder und wieder, anfühlen würden wie dieses eine verdammte Jahr. Hätte ich gewusst wie kalt es wird im Frühling; wie oft ich versuchen würde, meine blutleeren Adern aufzufüllen mit ner Flasche Wein. Hätte ich gewusst, dass am Ende nichts bleibt außer Schweigen - ja vielleicht, vielleicht ist das in Ordnung. Vielleicht habe ich auch so bekommen, was ich brauchte.