Samstag, 31. Oktober 2026

of scarecrows and sycophants

when tomorrow walks in today
and the world's dressed in decay
when the past opens its maw
and the scarecrows shed their straw
when the child's lost on the lake
not much longer i can take

guide me into your paradise -
alas, i'm trapped beneath thick ice
and darling, i can't reach the key
to release the sun in me
i'm only dreaming of your face
'til hollowness will take my place

i just hope you're safe and sound
even when i'm not around
and i can no longer provide
forbidden thoughts to reach inside
but if you need to suck me dry
love, i gladly will comply

turn me into a sycophant
so i die happy in - the end 

Freitag, 30. Oktober 2026

260619

Früher

Aber ich wäre nie das Licht, das für sie scheint, oder die Sonne auf ihrem Gesicht. Mehr so der Wind, der durch ihre Haare fährt, oder der Regen, der auf sie hinab tropft. Die Eisblumen an ihrem Fenster. Der Mond, der in der Nacht einen fahlen Glanz in ihr Zimmer wirft. Wäre ich der Mond, könnte ich über sie wachen, über ihr schweben, so wie ihre Anwesenheit über mir schwebt. Ich könnte eine Welle sein, die am Strand ihre Füße umspült. Der salzige Geruch des Meeres, der in der Luft liegt. Ihre stillen Momente. Ihr erster und letzter Gedanke des Tages. Vielleicht geht es nicht darum, was sie für mich ist. Sondern darum, was ich für sie sein will.

Jetzt

Nun bin ich Regen. Und dazu gezwungen, mich in Schweigen zu kleiden. Kann höchstens noch
ü b e r sie sprechen. Und uralte Texte ausgraben. Und alles daran tut weh.

Freitag, 23. Oktober 2026

breathe me

breathe me away
my dear, i'll ask for nothing more
'til only a breeze is left to adore
my body unholy, only essence to stay

breathe me away, breathe me away
let's find our home beyond the sky
want to forget the if and why
we're meant to embrace the decay

and together we will seethe
tangled, twisted, cosmic flood
please, i need this in my blood
breathe me away, breathe me away, breathe -

Mittwoch, 21. Oktober 2026

meadows for the wanting

something hell-forged, something godly
something like your summerdress
one look at you and i'm a mess
with thoughts inside my head so oddly

like acid and like alkaline
at the same time, never grey
your every wish i would obey
my molecules no longer mine

mine is only hunger, dear
want to consume the flowers
i am starving, hunting hours
innermost, not voiced, the fear

'cause in my mind it gets confusing
when i see you - dressed in june
afraid sunshine will be over soon
and autumn can not change a thing

Dienstag, 20. Oktober 2026

Okay?

Ich sitze in meiner Küche. Banne die Fragen auf eine Leinwand. (Is that your home? Can we go there? Would you take me? / Could we tell them? Ever? Are you still afraid? / Do you like to break things? Me, the rules; me, again? Are you now satisfied?) Alles verschwimmt. Wenn ich den Finger irgendwann in genau diese Wunde legen möchte, schreibe ich aus den Zeilen ein Gedicht. Aber. Es ist nur eine Frage, die mich wirklich beschäftigt. Ob sie nicht gnädig war, am Ende. Sonst hätte sie mich vor die eine Entscheidung gestellt: "Okay" sagen und nicht "Okay" meinen, daran dann kaputt gehen vs.: in den Zug steigen - in dem Wissen, dass es das letzte Mal sein wird. (Was mir wiederum eine weitere Entscheidung abverlangt hätte. Und seien wir doch mal ehrlich - so hätte ich mein "Okay" noch weniger glaubhaft über die Bühne bringen können. Wenn sie doch merkt, bevor ich es merke, dass ich - ja, und dann, ohne diese Maskerade, hätte ich es doch bloß in seine Einzelteile zerschlagen. Mit meinem dummen Verlangen. Nach mehr.)

Ich weiß. Ich weiß, ich saß da wieder mit ner Flasche Wein, aber scheiße, war das nicht besser so? Statt mit zitternden Fingern meine verdammte Teetasse zu umklammern, mit zitternden Fingern zum Telefon zu greifen. Und. Dann. Ende - statt mir schon auf der Treppe mit meinen eigenen Händen das Herz aus der Brust zu reißen; war das nicht besser so? Nur dieser eine Moment, in dem die Welt aufhörte, sich zu drehen - seitdem tut sie es nicht mehr vernünftig, ich weiß ich weiß ich weiß, aber ich werde vermutlich nicht an inneren Blutungen sterben, und das ist doch eigentlich ganz nice? Musste zwar Talos zu nem Gott machen, um dieser Stille zu entkommen, aber kann mir ja keiner erzählen, dass der Typ das nicht auch verdient hätte.

Jetzt blute ich Farbe, und Wörter - als hätte i c h das nicht verdient. Als hätte ich es nicht verdient, an genau diesem Ort und in genau diesem Augenblick zu sein. Würde sie bloß hinsehen, glaube ich, könnten wir endlich die selbe Person erkennen, in mir. Aber. Das tut sie nicht mehr. Also von was für einer Gnade spreche ich denn eigentlich. Gnädig: das wäre gewesen, mich gehen zu lassen. Und verdammt, es ist so so so falsch, dass wir überhaupt an diesen Punkt gelangt sind. Ist das Liebe gewesen, ja, der sagt man immerhin nach, dass sie blind macht - oder Ignoranz. Und - spielt das jetzt noch eine Rolle? Ich weiß es nicht mehr. 

Samstag, 17. Oktober 2026

teatime with tempest

there's you, hibiscus, and no no no
know i'm supposed to leave, but please don't make me go -

cause i'll bleed out from the inside
when i'm not with you, there's nowhere to hide

got only a teacup to try to defend
all while i wonder if i'm a means to an end

is that why you won't save me?
my dear, or don't you see?

the epitome of libertine
the one who won't come clean